Buchvorstellung: Unterm Olivenbaum – Das mediterrane Gartenjahr von Marianne Weiland

 

Pressestimmen:

„Unterm Olivenbaum – Das mediterrane Gartenjahr“ ist eine unterhaltsam und abwechslungsreich geschriebene Lektüre nicht nur für Gartenfreunde und Auswanderer, auch für jeden, der sich an nicht ganz alltäglichen, aber immer nützlichen Hinweisen über alles erfreut, was da kreucht und fleucht und blüht im sonnenreichen Südeuropa.
Die ehemalige Lehrerin lebt seit 15 Jahren im geografischen Mittelpunkt von Portugal.
Ausgedehnte Reisen durch Südamerika und Afrika, einige Lebensjahre in Chile….haben ihr Auge für andersartige Botanik und deren Bedürfnisse geschult.
Sie hat dabei auch gelernt, wie man die Erde so bearbeitet, dass die Natur respektiert wird und der Mensch gleichzeitig gesunde Nahrung erntet. “

ENTDECKEN SIE ALGARVE – Das deutschsprachige Magazin

„Nach Monaten aufgeteilt, findet der Leser neben astronomischen Daten zwölf Mal Ratschläge für Obst-, Gemüse- und Ziergärten, Pflanzentipps, ein Rezept des Monats und viel Kurioses, etwa über friedliche Schädlinge und räuberische Nützlinge, singende Zikaden, die Siesta der Natur und das Rätsel der aufwärts „fallenden“ Tropfen.
Entstanden sind diese Themen aus der Arbeit an einem über Jahre geführten und systematisch ausgewerteten Garten-Tagebuch.“

Das aktuelle Spanienmagazin

„Gärtner kennen es aus leidvoller Erfahrung. Hierzulande wächst alles anders als im heimischen Nord- oder Mitteleuropa. Ein deutscher Gartenkalender ist hier ziemlich sinnlos.
Marianne Weiland , seit 15 Jahren im mittleren Portugal ansässig und begeisterte Gärtnerin mit dem Ziel der – zumindest teilweisen – Selbstversorgung, hat ein Buch veröffentlicht, das helfen soll, Fehler zu vermeiden.
Es ist aufgeteilt in Monate von Januar bis Dezember, enthält Tipps und Hinweise, was man in der jeweiligen Zeit zu tun hat. Dazu Pflanzentipp und Rezept des Monats……..
In den „Monatsthemen“ geht Marianne Weiland auf die Dinge ein, mit denen man im Mittelmeerraum konfrontiert wird: Wassermangel im Wechsel mit sintflutartigen Regenfällen, Wildkräuter, Trockenheit, Winterwinde oder der Einfluss des Mondes auf die Gartenarbeit……….

Ein gelungenes Buch.“

Mallorca Magazin – Die deutsche Wochenzeitung

Leseproben aus dem Buch:

Aus dem Vorwort

Als mein Mann und ich vor mehr als 15 Jahren ein kleines, im Zeichen der Landflucht verlassenes Grundstück in den Bergen Mittelportugals kauften, um dort noch einmal zu Beginn der dritten Lebensphase einen Neuanfang als annähernde Selbstversorger zu wagen, hätten wir viel darum gegeben, ein Buch über die besonderen Bedingungen des mediterranen Gartenbaus als Ratgeber zu haben.
In unseren aus Deutschland mitgenommenen Garten- und Selbstversorgungsbüchern fanden wir nichts über die Feigen-, Citrus- und Olivenbäume, die auf unserem Land standen, nichts zu den herrlichen Blütensträuchern, die wir in den Gärten der Portugiesen sahen und die wir auch gerne angepflanzt hätten, nichts zu den dem Klima angepassten Saat- und Erntezeiten, den Problemen der Bewässerung, der Überschwemmungsgefahr im Winter und der Brandgefahr im Sommer.
Wir machten Fehler über Fehler.

Wir säten zu früh, schnitten den Wein falsch, die Citrusbäume zur Unzeit und wunderten uns, warum regelmäßig viele Gemüsepflanzen, nach deutschem Gartenkalender angebaut, ohne die erhoffte Frucht-, Blatt- oder Knollenbildung sofort in die Blüte schossen. Im Sommer verkümmerten mancherlei mühselig hochgezogene Kulturen, weil wir mit der Bewässerung aus unseren mitgebrachten dünnen Gartenschläuchen einfach nicht nachkamen und in den unerwarteten Reifnächten des Winters erfroren uns die tropischen Zierpflanzen, die wir in der ersten Begeisterung im heißen Sommer angepflanzt hatten, ohne ihre Ansprüche an Klima und Temperaturverhältnisse zu kennen……

Aus dem Inhaltsverzeichnis:

Thema des Monats: Keine Hexerei:
Der Traum vom eigenen Wein im Fass
Stichwort: Die Morangeirorebe
Stichwort: Vom Schwefeln
Stichwort: Die Gemeine Essigfliege

Oktober
Anfallende Arbeiten
Pflanzentipp: Gartenrauke ( Eruca savira )
Speiserübe ( Brassica campestris )
Rezept: Gefüllte Weinblätter
Thema des Monats: Der Eukalyptus: Ein umstrittener Baum

November
Anfallende Arbeiten
Pflanzentipp: Chayote ( Sechium edule )
Rezept: Vom Einlegen der Oliven
Thema des Monats: Der Ölbaum: Ein „Heiliger Baum“

Dezember
Anfallende Arbeiten
Pflanzentipp: Fackellilie ( Kniphofia )
Rezept: Geschmorte Sellerieschnitzel
Thema des Monats: Von den Mondrhythmen:
Die „Sache“ mit dem Mond

Anhang

Lexikon der wichtigsten Gemüsepflanzen
Literaturverzeichnis

Aus: Monatliche Arbeiten im Juni

Gemüsegarten

Morgens ist die Luft noch sanft und frisch, der nächtliche Tau zeichnet deutlich auf dem Erdboden die Stellen nach, die noch genügend Feuchtigkeit haben. Überall dort, wo bewässert wird, explodiert das Pflanzenwachstum. Die schweren Blütenkränze der Sonnenblumen sind dem Sonnenaufgang entgegen gewendet ( „Girasol“ – „zur Sonne drehend“, heißen sie in den meisten südeuropäischen Ländern ) und lassen gutwillig Kürbisse und Gurken an sich hoch ranken. Alles wächst zusehends und irgendwann stolpert man über die erste dicke Zucchini, die ersten Gürkchen, die ersten Bohnenbüschel, die schon fast zu dick für ein junges, zartes Bohnengemüse sind.
Die Anfänge sieht man nicht. – Jedenfalls geht es uns oft so.

Auch die wärmebedürftigen einjährigen Sommerkräuter wie Basilikum, Dill und Bohnenkraut legen deutlich im Wachstum zu. Spätestens Anfang des Monats sollten nun wirklich alle Jungpflanzen aus Früh- und Saatbeeten an Ort und Stelle gepflanzt sein, weil die zunehmende Hitze es den Pflänzchen schwer macht, sich von dem Schock des Umpflanzens zu erholen.
Die Bewässerungsgräben für alle Pflanzungen müssen kontinuierlich von Unkraut freigehalten und immer wieder gut gezogen werden, denn ab diesem Monat besteht die Hauptarbeit im Gemüsegarten in der Bewässerung. Je praktischer sie vorbereitet ist, um so mehr Zeit hat man, während das Wasser durch die Gräben plätschert und die Becken füllt, zu jäten und zu ernten, oder im Schatten des Olivenbaums auszuruhen und zuzuschauen, wie schnell und stark sich nun alle Pflanzungen von Tag zu Tag entwickeln.
Die brachliegenden Flächen sollten gemäht werden, damit sich die Wildkrautsamen, die nun vor der Trockenzeit rasch noch zur Reifung kommen wollen, nicht entwickeln können.
Säen: Wer genügend Wasser und Arbeitskapazität hat, kann nochmals Bohnen, Möhren, Rote Bete, Speiserüben, Kohlrabi, Blumenkohl säen, während es für Radieschen und Rettiche schon zu heiß ist.
Überhaupt haben wir die Erfahrung gemacht, dass es sinnvoll ist, die natürliche Sommer-pause auch im Garten zumindest in Bezug auf Aussaaten und Neupflanzungen zu beachten.
Die Hitze macht eine Pflanzenaufzucht schwer.
Ohnehin gibt es genügend anderes zu tun. Die Gurken brauchen im Laufe des Monats Rankhilfen und die Tomaten……

Druckerei und Preis:

154 Seiten 13,40 EUR
ISBN 3-936705-18-6
Verlag bookXpress
Ehgart & Albohn
Fon: 06404 90490
Fax: 90491

Bestellmöglichkeiten:

– Im Buchhandel unter www.buchhandel.de
– Direkt beim Verlag

Ein Kommentar

ulla spang
September 28, 2016
ein ganz toller ratgeber für mediterane gärtner oder solch die es werden wollen. es begleitet mich das ganze jahr über bei meinen laienhaften anbauversuchen. ausserdem nett geschrieben, mit liebe zur natur und den menschen. schade, dass es kaum noch zu bekommen ist.
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